Kurz gesagt: Es gibt keinen festen Verbrauch pro Gast. Für eine mehrstündige Feier wird häufig mit etwa einem bis zwei Litern Bier pro tatsächlich biertrinkender erwachsener Person gerechnet. Dauer, Wetter, Essen, Anreise und weitere Getränke verändern den Bedarf stark. Plane lieber nach Trinkgruppen als nach allen eingeladenen Personen.
Vier Fragen vor der Berechnung
- Wie viele erwachsene Gäste trinken überhaupt Bier?
- Wie lange dauert die Veranstaltung?
- Gibt es Wein, Longdrinks oder andere Alternativen?
- Müssen viele Gäste noch fahren?
Beispiel
Von 40 Gästen trinken 20 Bier. Bei einer vorsichtigen Planung mit 1,5 Litern pro Biertrinker ergeben sich 30 Liter. Das entspricht drei Kästen mit je 20 Flaschen à 0,5 Liter. Für alkoholfreie Varianten und unerwarteten Bedarf kann eine kleine Reserve ergänzt werden.
Nicht nur alkoholhaltiges Bier einplanen
Alkoholfreies Bier, Wasser und andere alkoholfreie Getränke sollten jederzeit gut sichtbar verfügbar sein. Die Mengenplanung darf niemals als Trinkziel verstanden werden. Übrig gebliebene ungeöffnete Kästen lassen sich häufig zurückgeben, sofern Händler und Zustand dies erlauben.
Rechner verwenden
Mit unserem Biermengen-Rechner kannst du Gästezahl, Anteil der Biertrinker, Dauer und Flaschengröße eingeben. Das Ergebnis ist eine Planungsgröße, keine Empfehlung zum Konsum.
Planungsbeispiele statt fester Konsumvorgabe
| Veranstaltung | Was die Menge eher senkt | Was sie eher erhöht |
|---|---|---|
| kurzer Empfang | kurze Dauer, viele weitere Getränke | kaum Alternativen |
| Grillabend | Essen und Wasser vorhanden | warmes Wetter, lange Dauer |
| Hochzeit | Wein und alkoholfreie Auswahl | Feier bis spät in die Nacht |
| Vereinsfest | wechselnde Besucher | schwer planbare Laufkundschaft |
Besser in Gruppen planen
Teile Gäste in Biertrinker, gelegentliche Biertrinker und Nicht-Biertrinker. Wer fährt, schwanger ist, Medikamente nimmt oder keinen Alkohol möchte, darf nicht in eine pauschale Bierquote eingerechnet werden. Für alkoholfreies Bier kann eine eigene Menge geplant werden.
Reserve sinnvoll begrenzen
Eine Reserve von etwa zehn Prozent kann Schwankungen abfangen. Große Übermengen sind unnötig, sofern ungeöffnete Kästen nach Händlerbedingungen zurückgegeben oder später fachgerecht gelagert werden können. Bei Fassbier ist eine Rückgabe meist schwieriger, weshalb dort vorsichtiger gerechnet werden sollte.
Einkauf in Kästen umrechnen
Teile die geplanten Liter durch den Kasteninhalt und runde auf. 32 Liter entsprechen bei 10-Liter-Kästen 3,2 Kästen, also vier Kästen. Der vierte Kasten ist dann bereits Teil der Reserve.
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Quellen und Einordnung
Die Inhalte stützen sich auf die folgenden Ausgangsquellen. Abruf und redaktionelle Einordnung entsprechen dem angegebenen Aktualisierungsstand.